SPD Programm-Entwurf: Kinderarmut beenden

Zur Veröffentlichung des Zukunftsprogramm-Entwurfs der SPD für die Bundestagswahl erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende und SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli:

„Die SPD hat mit ihrem Regierungsprogramm einen Plan für die 2020er Jahre vorlegt. Wir wollen eine Zukunft, die sozial, digital und klimaneutral ist. Vier Zukunftsaufgaben gehen wir dafür an: Deutschland wird klimaneutral, wir schaffen das modernste Mobilitätssystem in Europa, wir erreichen digitale Souveränität und damit die Unabhängigkeit von großen Internetkonzernen und wir sorgen dafür, dass unser Gesundheitssystem aus der Pandemie gestärkt hervorgeht.

Als Programm-Verantwortliche für den Bereich Familie will ich diesen Bereich besonders hervorheben. Als SPD wollen wir, dass kein Kind in Deutschland in Armut aufwachsen muss. Für diese historische Aufgabe haben wir unser Konzept einer solidarischen Kindergrundsicherung entwickelt. Diese basiert auf drei Säulen: Familien erhalten mehr Geld, wir stärken die Infrastruktur für Familien und wir geben Familien mehr Zeit für Erziehungsaufgaben.

Konkret erhalten Familien künftig mindestens 250 Euro pro Kind. Bei wenig Einkommen oder älteren Kinder, steigt der Betrag auf bis zu 528 Euro. Die Gebühren für Kinderbetreuung schaffen wir bundesweit ab. Für alle unter 18 Jahren wird der Nahverkehr kostenfrei. Und künftig gibt es für 24 Monate eine Familienarbeitszeit, in denen nach der Geburt eines Kindes die Arbeitszeit reduziert werden kann und Lohnausfälle vom Staat kompensiert werden. Dadurch wollen wir die partnerschaftliche Erziehung stärken.“