Spielplatz-Öffnung der Landesregierung ist gut gemeint, aber schlecht gemacht


Zur Öffnung der Spielplätze in Schleswig-Holstein ab dem 11. Mai erklärt die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli gemeinsam mit der Bürgermeisterin der Stadt Schenefeld Christiane Küchenhof:

„Wir begrüßen die Öffnung der Spielplätze durch die Landesregierung. Die Umsetzung ist aber vollkommen praxisfern. Ein weiteres Mal schiebt die Landesregierung den Kommunen die Verantwortung für den Umgang mit realitätsfremden Beschlüssen zu. Die Ordnungsbehörden werden die Einhaltung der vom Land geforderten Zugangs- und Hygieneregeln nicht kontrollieren können. Als Konsequenz werden nur wenige Städte und Gemeinden ihre Spielplätze öffnen. Das ist ein weiteres Beispiel für Beschlüsse der Landesregierung, die mit den Kommunen nicht ausreichend abgestimmt werden.

Virologen wie Christian Drosten bewerten das Ansteckungsrisiko auf Spielplätzen als sehr gering. Zudem sind dort meist Eltern anwesend, welche die Kinder im Blick haben. Die Landesregierung sollte auf das Verantwortungsgefühl der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner setzen. Die Auflage muss gestrichen werden. Eine Spielplatzöffnung, die für Kommunen nicht umsetzbar ist, bringt nichts! Eine in der Zukunft engere Abstimmung mit den Städten und Gemeinden im Land würde dafür sorgen, dass die Vorstellungen der Landesregierung künftig auch in der Realität funktionieren.“