Corona-Krise zeigt die Wichtigkeit des Tags der Arbeit


Zum 1. Mai erklären der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Wolfgang Baasch und die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli:

„Seit 130 Jahren ist es das erste Mal, dass wir am 1. Mai nicht gemeinsam auf die Straße gehen. Gleichzeitig zeigt die Corona-Krise die Wichtigkeit dieses Tages. Systemrelevant sind die Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, Sicherheitskräfte, Verkäuferinnen und Verkäufer, Erzieherinnen und Erzieher sowie LKW-Fahrerinnen und LKW-Fahrer. Genau diese Beschäftigten haben harte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne. Für ihren Einsatz verdienen sie unsere Solidarität. Darum geht es am 1. Mai!

Als SPD wollen wir einen Mindestlohn von 12 Euro und mehr allgemeinverbindliche Tarifverträge. Das hilft besonders denjenigen, die in der aktuellen Krise große Gefahren auf sich nehmen. Darum wollen wir auch öffentliche Aufträge an die Vorlage von Tarifverträgen binden. Gerade zeigt sich der Wert eines starken Sozialstaats. Statt wie in den USA Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit fallen zu lassen, gehen die Beschäftigten in Deutschland in Kurzarbeit. Die von der SPD durchgesetzte Anhebung der Zahlungen auf bis zu 80 bzw. 87 Prozent des Netto-Lohns ermöglicht, dass alle auch langfristig gut durch die Krise kommen.“

Frank Hornschu ruft als Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Nord-SPD dazu auf, an den Aktionen des Deutschen Gewerkschaftsbundes und seiner Gewerkschaften teilzunehmen:

„Der Tag der Arbeit 2020 ist ein besonderes Ereignis. Die Corona-Pandemie hat uns alle mit großer Wucht getroffen. Der Covid-19-Virus wirkt, leider tausendfach, auch tödlich. Die Gewerkschaften haben sich, um die Menschen vor einer Infektion und Ansteckung zu schützen, entschlossen auf Kundgebungen zu verzichten. Trotz dieses Distanzgebots kommen die Beschäftigten und Gewerkschaften zusammen: im Netz. Solidarität heißt in 2020 zum Tag der Arbeit: Mit Anstand Abstand halten.“

Aus Schleswig-Holstein wird es zwischen 9:30 und 11.00 Uhr eine Livestream, abrufbar unter www.kielregion.dgb.de, geben. Die Gewerkschaften haben ein informatives, vielfältiges und kurzweiliges Programm zusammengestellt. In den 90 Minuten stellen sich die Kolleginnen und Kollegen aus der Region mit ihren Anliegen dar. Im Anschluss leitet das Programm direkt zum Livestream des DGB aus Berlin über. Dieser startet um 11:00 Uhr.