Bei Corona-Maßnahmen die Menschen in den Mittelpunkt stellen

Zum Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz und den weiteren Maßnahmen gegen die Corona-Krise erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende und SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli:

„Insgesamt ist die Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten zu guten und verantwortungsvollen Lösungen gekommen. Es ist entscheidend, dass in Kernfragen wie Schulöffnung, Tourismus und Kinderbetreuung deutschlandweit einheitliche Regelungen getroffen werden. Dafür wurde eine gute Grundlage geschaffen. Es ist wichtig, dass der Schutz der Gesundheit weiterhin im Mittelpunkt steht.

Schleswig-Holstein sollte in einzelnen Punkten Spielräume nutzen, um sinnvolle weitere Öffnungen im Land umzusetzen. Dabei sollten die Menschen und weniger wirtschaftliche Überlegungen im Mittelpunkt stehen. Ich finde nicht nachvollziehbar, auf der einen Seite Geschäfte zu öffnen und auf der anderen Seite Spielplätze, Tierparks, Museen oder Sportstätten geschlossen zu halten. Diese sind besonders für Familien wichtig. Die Landesregierung sollte eine Nutzung dieser Einrichtungen unter Einhaltung der Kontaktsperre und strenger Hygienemaßnahmen ermöglichen. Die Menschen in Schleswig-Holstein handeln verantwortungsbewusst. Das hat das Osterwochenende gezeigt.

Außerdem muss neben den Überlegungen zur Öffnung der Schulen auch ein Plan für die Kitas entwickelt werden. Es ist gut, dass die Notfallbetreuung auf weitere Berufsgruppen ausgeweitet wird. Dennoch brauchen wir eine Strategie für die Wiederöffnung der Kitas. Es geht dabei um das Wohl von Eltern und Kindern. Dasselbe gilt für Angebote, die wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. Dazu gehört beispielsweise die offene Jugendarbeit.“