Mein heutiger LESERBRIEF zum LN-Artikel „Streit um Oweriens Verabschiedung“ vom 22. Januar 2020


Mit Erstaunen sieht man am 22. Januar 2020 die Schwerpunkte des neuen Journalismus der LN-Süd: LN-Journalisten erscheinen üblicherweise bei Gemeindevertretersitzungen oder Ausschüssen innerhalb unserer Gemeinde eher selten und wenn, dann erscheint manchmal, wenn man Glück hat, eventuell mit einigen Wochen Verspätung ein Mini-Artikel.

Das Thema „Verabschiedung von Bürgermeister Owerien“ scheint das Interesse der LN-Radaktion derart gesteigert zu haben, dass hierzu ein Artikel über eine ¾-Seite entstanden ist.

Zum Sachverhalt: Bereits am 12. Dezember 2019 bei der Verabschiedung des Scharbeutzer Gemeindehaushalts 2020 hatten alle Fraktionen einer einmaligen Etaterhöhung bis auf die WUB zugestimmt. Eine Abfrage im Vorwege im Finanzausschuss hatte bereits die große Zustimmung zu diesem Haushalt ergeben, inkl. des Haushaltspostens für die Verabschiedung von Bürgermeister Volker Owerien nach 18 Amtsjahren zzgl. seiner Arbeitsjahre als Kämmerer!

Die WUB hat sich von Anfang an gegen eine solche Feier ausgesprochen und dafür plädiert, die Verabschiedung von Herrn Owerien doch mit dem Neujahrsempfang abzutun.
Es wäre sicherlich auch nicht die Fraktionsvorsitzende der WUB und 1. stellvertretende Bürgervorsteherin, Frau Bendfeldt, wenn man erst mit allen Mitteln dagegen kämpft und schon im Vorfeld ankündigt, dass sie und ihre Fraktion die Verabschiedung nicht besuchen werden, um sich dann im Nachhinein gemeinsam mit dem ehemaligen bürgerlichen Mitglied Gernot Duy über das Prozedere aufzuregen.

Alles in allem scheint es beim Thema „Verabschiedung von Owerien“ wohl einen Formfehler an vier Gemeindevertreter*innen der WUB insofern zu geben, dass diese wohl keine Einladung erhalten haben; bleibt trotzdem die Frage, warum jetzt derartige Aufregung und großes Getöse bei der WUB bestehen, da diese doch derart oft und lauthals öffentlich bekundet haben, gar kein Interesse an der Verabschiedung von Volker Owerien als langjährigen Bürgermeister zu haben und dieser von Anfang an fernbleiben wollten.

Bedauerlich und absolut nicht nachvollziehbar an der Angelegenheit ist, dass die Fraktionsvorsitzende der WUB und 1. stellvertretende Bürgervorsteherin Anja Bendfeldt versucht, ihren jahrelangen Groll auf Bürgermeister Owerien jetzt zum Ende von dessen Amtszeit mittels der Lübecker Nachrichten und eines Herrn Duy weiter auszuleben.

Langanhaltende „Standing Ovations“ auf dem jüngst stattgefundenen Neujahrsempfang gegenüber Bürgermeister Volker Owerien haben einmal mehr die Beliebtheit dieses Bürgermeisters für seine 18-jährige Tätigkeit für die Gemeinde Scharbeutz ausgedrückt. Konstruktiv konnten alle Politiker der Amtszeit Oweriens stets kritisch und offen ihre
Meinung vertreten und Sachverhalte auch anders sehen.

Insofern können -wenn überhaupt- die zitierten Bosauer Verhältnisse nur von der WUB kommen.

Demokratisch hat die große Mehrheit der Gemeindevertreter*innen anders, und zwar für eine Verabschiedung von Bürgermeister Volker Owerien entschieden, verbunden mit einer einmaligen Etaterhöhung der Repräsentationsmittel.

In diesem Zusammenhang sei noch einmal daran erinnert, dass die Fraktion, welche sich nicht für die Einrichtung einer Sekundarstufe in Pönitz ausgesprochen hat, die WUB gewesen ist, und die Fraktionsvorsitzende und 1. stellvertretende Bürgervorsteherin Bendfeldt sogar dagegen gestimmt hat, ebenso wie die WUB bei den dringend erforderlichen Kitaplätzen in unserer Gemeinde gegen die Einrichtung dieser gestimmt hat.

Erschreckend ist dann jedoch, dass Frau Bendfeldt sich dann nicht einmal selber zu diesen/ihren Verhinderungsentscheidungen äußert, sondern oftmals eines Leserbrief-schreibers und bürgerlichen Mitglieds a.D. (und nicht wie im Artikel dargestellt als WUB-Kommunalpolitiker!), scheinbar als ihr Sprachrohr bedient, dieser in seinen Briefen dann jedoch die Fakten vermischt und z.B. einzelne Posten aus dem Wirtschaftsplan des Tourismus-Service (Eigenbetrieb) mit denen aus der Haushaltssatzung der Gemeinde wild durcheinanderwürfelt, indem er Seebrücken, Kitas und Schulen miteinander vergleicht und gegenüberstellt, obwohl diese Posten verschiedene Haushalte / Wirtschaftspläne betreffen.

Insofern kann ich -abschließend erwähnt- sehr gut mit der demokratischen Entscheidung der Mehrheit der Scharbeutzer Gemeindevertreter*innen für eine Verabschiedung des Bürgermeisters in diesem Rahmen nach 18 Dienstjahren leben.